Mit ambitioniertem prolligem Sprachwitz scheißt – Verzeihung! – schießt Der Schmeisser sein knarzig minimales Katzengold aus der Hüfte. Die absurde Reduktionsnaivität der scheppernd einfachen Tracker-Tracks mit Presetsounds wirkt cheap, doch gerade die dadaistisch humoresque Downbeat-Exkursion kleiner Bongomädchen mit schiefliegendem und pseudo-amateurhaftem Style wirkt so charmant, so knuffig und niedlich absurd, dass nicht nur Dorau-Groupies sich gerne ihren Rachen mit dem Hüftgold füllen.
De:Bug: Der Schmeisser - Hüftgold EP
Irgendwie kommen über Word and Sound immer mehr Überraschungen. Diese vier Tracks hier rocken und grollen so lässig, als wäre Einmaleins Musik längst auf dem Olymp der Minimalrocker. Wie man auf den Gedanken gekommen ist, dass man House ja irgendwie so rauskotzen muss, als hätte es nie was slickeres gegeben, ist schon eine strange Frage, aber wer einmal "Nas Fank" gehört hat, weiß, wie das geht und wird es nicht mehr vergessen. "Freak For Schmeisser" kommt mit ähnlich verknarzten Sounds und eine ebenso swingenden Attitüde zwischen Chicago für Knorke und Dosen-House. Auf der Rückseite dann mit "Kleines Bongo Mädchen" ein Hit für den lauen Nachmittag in Slowmotion und mit ein paar Pheromonen zu viel und noch ein Bonustrack. Killerdebüt.bleed •••••